Elterngeldrechner und Elternzeit-Planer
Wie viel Elterngeld bekommt ihr, und reicht das Geld in der Elternzeit? Vergleich zwei Aufteilungen und sieh den Kontostand Monat für Monat.
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Nach 24 Monaten bleiben mit Plan A (12+2) 36.449 €, mit Plan B (7+7) 35.128 €.
Das Elterngeld liegt bei rund 1.640,06 € im Monat für Elternteil 1 und 1.800,00 € für Elternteil 2 (Basis), aus einem Elterngeld-Netto von 2.523,17 € und 2.948,00 €. Plan A hat keine Lücke, Plan B keine Lücke.
- Elterngeld Elternteil 1
- 1.640,06 €
- Elterngeld Elternteil 2
- 1.800,00 €
- Tiefster Stand: Plan A
- 21.500 €
- Tiefster Stand: Plan B
- 21.500 €
Basis im Monat · Plus 820,03 €
Basis im Monat · Plus 900,00 €
Elterngeld gesamt 20.001 €
Elterngeld gesamt 20.800 €
- Plan A (12+2)
- Plan B (7+7)
Was wäre, wenn… tiefster Stand
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| Monat | Elterngeld A | Konto A | Elterngeld B | Konto B |
|---|---|---|---|---|
| 0 | – | 21.500 € | – | 21.500 € |
| 7 | 1.640 € | 24.833 € | 1.640 € | 24.833 € |
| 12 | 1.640 € | 25.811 € | 1.800 € | 24.489 € |
| 14 | 1.800 € | 25.673 € | 1.800 € | 24.351 € |
| 24 | 0 € | 36.449 € | 0 € | 35.128 € |
Nächster Schritt
So rechnet der Elterngeldrechner
Der Rechner schätzt das Elterngeld nach dem Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetz (BEEG) für Angestellte, die während des Elterngelds nicht arbeiten:
- Elterngeld-Netto: Vom durchschnittlichen Monatsbrutto vor der Geburt gehen ein Zwölftel des Arbeitnehmer-Pauschbetrags (102,50 €), die Lohnsteuer mit Soli und pauschal 8 % Kirchensteuer und 21 % für Sozialabgaben ab (9 % Kranken- und Pflege-, 10 % Renten-, 2 % Arbeitslosenversicherung). Die Steuer rechnet er mit dem amtlichen Lohnsteuer-Programm des Jahres vor der Geburt, ohne Pflege-Zuschläge, genau wie es § 2e BEEG vorgibt.
- Ersatzrate: 65 % des Elterngeld-Netto. Unter 1.240 € steigt sie schrittweise auf 67 %, unter 1.000 € um 0,1 Punkte je 2 € bis auf 100 %. Berücksichtigt werden höchstens 2.770 € Netto.
- Grenzen: Basiselterngeld mindestens 300 €, höchstens 1.800 € im Monat; Elterngeld Plus die Hälfte, also 150 € bis 900 €.
- Monate: Zusammen gibt es 12 Monate Basiselterngeld, 14, wenn beide mindestens zwei Monate nehmen. Ein Elternteil kann höchstens 12 Monate bekommen. Ein Monat Basis lässt sich in zwei Monate Plus tauschen.
Für den Haushalt rechnet der Rechner dann Monat für Monat: Elternteil 1 beginnt, Elternteil 2 übernimmt danach. Nach der Geburt gelten zwei Monate Mutterschutz mit etwa dem üblichen Netto (Mutterschaftsgeld plus Zuschuss des Arbeitgebers); sie zählen als Elterngeldmonate. Dazu kommen 259 € Kindergeld. Sobald beide wieder arbeiten, fallen die Betreuungskosten an.
Beispiel: Lena und Jonas aus Berlin
Lena verdient 4.000 € brutto, Jonas 4.800 €, beide in Steuerklasse IV. Lenas Elterngeld-Netto liegt bei 2.523,17 €, ihr Basiselterngeld bei 1.640,06 € im Monat. Jonas liegt mit 2.948,00 € Elterngeld-Netto über der Kappung und bekommt den Höchstbetrag von 1.800,00 €.
Sie haben 24.000 € gespart, geben 4.400 € im Monat aus und rechnen mit 350 € laufenden Kinderkosten. Plan A ist der Klassiker 12+2: Lena zwölf Monate, Jonas zwei. Nach 24 Monaten haben sie 36.449 € auf dem Konto und insgesamt 20.001 € Elterngeld bekommen. Plan B teilt 7+7: Weil Jonas mehr verdient, fehlt in seinen sieben Monaten mehr Gehalt. Am Ende stehen 35.128 € auf dem Konto, 1.322 € weniger als mit Plan A, obwohl das Elterngeld mit 20.800 € etwas höher ist.
Probiert die „Was wäre, wenn“-Varianten unter dem Ergebnis aus: teurere Betreuung, Elterngeld Plus oder etwas weniger Ausgaben.
12+2, 7+7 oder Plus: worauf es ankommt
Die Gesamtsumme des Elterngelds hängt davon ab, wer welche Monate nimmt. Weil das Elterngeld bei 1.800 € gedeckelt ist, bekommt der besser verdienende Elternteil oft weniger als 65 % seines Nettos ersetzt. Seine Elternzeit kostet den Haushalt deshalb mehr. Umgekehrt bringen die zwei Partnermonate fast immer Geld, das sonst verfällt.
Für die Haushaltskasse zählt nicht nur das Ende, sondern der tiefste Punkt: In den Monaten, in denen das Elterngeld das Gehalt ersetzt und schon Kinderkosten anfallen, schrumpft der Puffer am schnellsten. Plant so, dass dann noch mindestens drei Monatsausgaben auf dem Konto bleiben.
Elterngeld erhöhen: was wirklich zählt
Das Elterngeld hängt am Netto der zwölf Monate vor der Geburt. Zwei Hebel sind legal und verbreitet. Erstens die Steuerklasse: Wechselt der Elternteil, der länger zu Hause bleibt, von IV nach III, steigt sein Elterngeld-Netto. Die Klasse muss aber in mehr als der Hälfte der Monate im Bemessungszeitraum gegolten haben. Zweitens Teilzeit mit Elterngeld Plus: Wer weiter verdient, bekommt Plus auf die Einkommensdifferenz, oft so viel wie Basis mit Einkommen, aber doppelt so lange.
Wer mit dem Partner zusammen mehr als 175.000 € zu versteuerndes Einkommen hatte, bekommt für Geburten ab April 2025 kein Elterngeld. Der Rechner schätzt dieses Einkommen aus den Gehältern und warnt dich.
Was der Elterngeldrechner nicht weiß
Er rechnet mit festen Gehältern ohne Einmalzahlungen und für Eltern, die während des Elterngelds nicht arbeiten. Teilzeit im Bezug, Partnerschaftsbonus, Geschwisterbonus, Selbstständige und Mehrlinge rechnet er nicht. Elterngeld ist steuerfrei, erhöht aber über den Progressionsvorbehalt den Steuersatz auf euer übriges Einkommen; eine Nachzahlung im Jahr danach ist häufig. Den verbindlichen Betrag nennt nur die Elterngeldstelle.
Vor allem endet die Rechnung nach der Elternzeit. Wie Teilzeit, Kita, eine größere Wohnung und die Rentenpunkte aus Erziehungszeiten zusammenpassen, rechnet Zenarios für euer ganzes Familienleben.
Häufige Fragen
Wie viel Elterngeld bekomme ich bei 4.000 € brutto?
In Steuerklasse IV, ohne Kirchensteuer und bei Geburt 2027 liegt das Elterngeld-Netto bei 2.523,17 €. Davon gibt es 65 % als Basiselterngeld: 1.640,06 € im Monat, oder 820,03 € als Elterngeld Plus für doppelt so viele Monate.
Wie wird das Elterngeld berechnet?
Vom durchschnittlichen Monatsbrutto der zwölf Monate vor der Geburt zieht die Elterngeldstelle 102,50 € Werbungskostenpauschale, die Lohnsteuer samt Soli und Kirchensteuer nach deiner Steuerklasse und pauschal 21 % für Sozialabgaben ab. Vom Ergebnis, dem Elterngeld-Netto, gibt es 65 % (bei kleinen Einkommen bis 100 %), mindestens 300 € und höchstens 1.800 € im Monat.
Ab welchem Gehalt gibt es das Höchst-Elterngeld?
Die 1.800 € gibt es ab 2.770 € Elterngeld-Netto. Bei Geburt 2027 erreichst du das in Steuerklasse I oder IV ab rund 4.460 € brutto im Monat, in Steuerklasse III ab rund 3.870 €, in V ab rund 5.490 € (ohne Kirchensteuer).
Gibt es eine Einkommensgrenze beim Elterngeld?
Ja. Für Geburten ab dem 1. April 2025 entfällt das Elterngeld, wenn ihr im letzten abgeschlossenen Steuerjahr vor der Geburt zusammen mehr als 175.000 € zu versteuerndes Einkommen hattet. Für Alleinerziehende gilt dieselbe Grenze.
Lohnt sich ein Steuerklassenwechsel vor der Geburt?
Oft ja, für den Elternteil, der länger zu Hause bleibt. Bei 4.000 € brutto bringt Steuerklasse III 1.800 € Basiselterngeld statt 1.640,06 € in IV. Die neue Klasse zählt aber nur, wenn sie in den meisten Monaten des Bemessungszeitraums gegolten hat (§ 2c Abs. 3 BEEG); wer wechseln will, sollte das früh tun.
Basiselterngeld oder Elterngeld Plus?
Ohne Einkommen nach der Geburt ist Elterngeld Plus halb so hoch und läuft doppelt so lange; in Summe gleich viel. Plus lohnt sich vor allem, wenn du in Teilzeit arbeitest, denn dann kann es genauso hoch sein wie Basiselterngeld mit Einkommen und läuft trotzdem doppelt so lange.
Quellen
- § 2 BEEG: Höhe des Elterngeldes
- § 2c BEEG: Einkommen aus nichtselbstständiger Erwerbstätigkeit
- § 2e BEEG: Abzüge für Steuern
- § 2f BEEG: Abzüge für Sozialabgaben
- § 4 BEEG: Bezugsdauer, Partnermonate
- Familienportal: Wie viel Elterngeld kann ich bekommen?
- Familienportal: Wie wird das Elterngeld-Netto berechnet?
- § 66 EStG: Kindergeld