Altersvorsorgedepot-Rechner

Was dir die neue staatliche Förderung im Altersvorsorgedepot ab 2027 bringt – Zulagen, Steuervorteil und was am Ende im Vergleich zum normalen ETF-Sparplan übrig bleibt.

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Du und dein Vertrag
€

Gefördert bis 150 € im Monat (1.800 € im Jahr). Unter 10 € im Monat gibt es keine Zulagen, höchstens 570 € im Monat gehen hinein.

Jahre

Unter 25 zu Beginn des Jahres: einmalig 200 € extra im ersten Jahr.

Bis zu 300 € im Jahr je Kind. Bei verheirateten Eltern bekommt sie die Mutter, auf Antrag beider der Vater.

€

Für die Günstigerprüfung: zu versteuerndes Einkommen nach den Regeln von 2026, Einzelveranlagung. 0 ohne steuerpflichtiges Gehalt.

Weitere Annahmen
Auszahlung und Rendite
Jahre

Zwischen 65 und 70. Dann ein Auszahlplan bis mindestens 85, bis zu 30 % als Einmalbetrag.

% p. a.

Für ein breit gestreutes Aktiendepot. Das Standarddepot darf höchstens 1,0 % im Jahr kosten; mit sichererer Mischung vor der Auszahlung eher weniger.

%

Die Auszahlungen werden im Alter voll als Einkommen versteuert (§ 22 Nr. 5 EStG). Ein Durchschnittssatz darauf, zur Veranschaulichung.

% p. a.

Die EZB strebt mittelfristig 2 % im Jahr an.

Vergleich
% p. a.

Ein ETF beim Broker kostet oft 0,2 % im Jahr, das Depot bis zu 1,0 %. Gleiches eigenes Geld, mit Abgeltungsteuer.

Der Staat legt 732 € im Jahr auf deine 1.800 € drauf: 41 % zusätzlich zu deinem eigenen Geld.

Bei 7 % nach Kosten liegen mit 67 285.089 € im Depot: 59.400 € dein Geld, 17.820 € Zulagen, 207.869 € Wertzuwachs. Zusätzliche Steuererstattungen von 6.336 € gehen auf dein Konto. Die Auszahlungen werden später voll versteuert; bei 20 % bleiben rund 228.071 €. Ein normaler ETF-Sparplan mit demselben eigenen Geld kommt auf 235.056 € vor Steuern, 208.179 € nach Abgeltungsteuer.

Zulagen im Jahr
540 €

Grundzulage

Zusätzliche Steuererstattung im Jahr
192 €

Günstigerprüfung bei 40.100 € zu versteuerndem Einkommen

Depot mit 67
285.089 €

Vor Steuern; rund 1.831 € im Monat bis 85 nach Steuern (953 € in heutiger Kaufkraft)

Mehr als ein normaler ETF-Sparplan
50.033 €

Vor Steuern bei Auszahlung; danach rund 19.892 €

Woher die 285.089 € mit 67 kommen285.089 €
  • Dein Geld59.400 €
  • Zulagen17.820 €
  • Wertzuwachs207.869 €
Dein Geld, Zulagen und Wertzuwachs im Depot
0 €100.000 €200.000 €300.000 €34 J.41 J.47 J.54 J.60 J.67 J.
  • Dein Geld
  • Zulagen
  • Wertzuwachs
  • Normaler ETF-Sparplan

Was wäre, wenn… Förderung im Jahr · Quote

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Stand am Jahresende. Erstattungen kommen mit dem Steuerbescheid und liegen nicht im Depot. Steuerregeln von 2026.
AlterDein GeldZulagenSteuererstattungDepotETF-Sparplan
351.800 €540 €192 €2.397 €1.859 €
363.600 €1.080 €192 €4.962 €3.855 €
375.400 €1.620 €192 €7.706 €5.996 €
387.200 €2.160 €192 €10.643 €8.293 €
399.000 €2.700 €192 €13.785 €10.757 €
4010.800 €3.240 €192 €17.147 €13.402 €
4112.600 €3.780 €192 €20.744 €16.240 €
4214.400 €4.320 €192 €24.593 €19.285 €
4316.200 €4.860 €192 €28.712 €22.552 €
4418.000 €5.400 €192 €33.119 €26.058 €
4519.800 €5.940 €192 €37.834 €29.820 €
4621.600 €6.480 €192 €42.879 €33.856 €
4723.400 €7.020 €192 €48.278 €38.187 €
4825.200 €7.560 €192 €54.055 €42.834 €
4927.000 €8.100 €192 €60.235 €47.820 €
5028.800 €8.640 €192 €66.849 €53.171 €
5130.600 €9.180 €192 €73.925 €58.912 €
5232.400 €9.720 €192 €81.497 €65.072 €
5334.200 €10.260 €192 €89.599 €71.681 €
5436.000 €10.800 €192 €98.268 €78.774 €
5537.800 €11.340 €192 €107.544 €86.384 €
5639.600 €11.880 €192 €117.469 €94.549 €
5741.400 €12.420 €192 €128.089 €103.311 €
5843.200 €12.960 €192 €139.452 €112.712 €
5945.000 €13.500 €192 €151.611 €122.799 €
6046.800 €14.040 €192 €164.621 €133.623 €
6148.600 €14.580 €192 €178.541 €145.237 €
6250.400 €15.120 €192 €193.436 €157.699 €
6352.200 €15.660 €192 €209.374 €171.070 €
6454.000 €16.200 €192 €226.427 €185.418 €
6555.800 €16.740 €192 €244.674 €200.813 €
6657.600 €17.280 €192 €264.198 €217.331 €
6759.400 €17.820 €192 €285.089 €235.056 €

Nächster Schritt

So rechnet der Altersvorsorgedepot-Rechner

Das Altersvorsorgedepot ist das Herzstück der Riester-Reform: ein Depot mit ETFs und Fonds statt Garantie, gefördert mit Zulagen und Steuervorteil. Der Rechner geht deinen Vertrag Jahr für Jahr durch, so wie es das Gesetz ab 2027 vorsieht:

  1. Grundzulage. Auf deinen Eigenbeitrag B im Jahr gibt es 50 % × min(B; 360 €) plus 25 % auf den Teil von 360 € bis 1.800 €. Mehr als 540 € im Jahr gibt es nicht.
  2. Kinderzulage. Für jedes Kind mit Kindergeld 100 % deines Beitrags, höchstens 300 € je Kind. Du gibst an, wie viele Jahre du noch Kindergeld bekommst.
  3. Berufseinsteigerbonus. Bist du zu Beginn des Jahres jünger als 25, kommen im ersten Jahr einmalig 200 € dazu.
  4. Mindesteigenbeitrag. Unter 120 € im Jahr gibt es keine Zulage. Einzahlen darfst du bis 6.840 € im Jahr, gefördert sind davon nur 1.800 €.
  5. Günstigerprüfung. Aus deinem Bruttogehalt ermittelt der Rechner mit den Regeln von 2026 dein zu versteuerndes Einkommen (einzeln veranlagt, ohne Kirchensteuer). Abziehbar sind Beitrag bis 1.800 € plus Zulage. Spart das mehr Einkommensteuer und Soli als die Zulage, kommt die Differenz als Erstattung auf dein Konto, nicht ins Depot.

Die Beiträge fließen am Monatsende ein, die Zulage am Jahresende. In Wirklichkeit kommt sie ein paar Monate später; das ändert das Ergebnis kaum. Die Rendite ist nach Kosten gemeint. Für das Standarddepot sind die Effektivkosten auf 1,0 % im Jahr gedeckelt, für andere Altersvorsorgedepots gibt es keinen Deckel. Erträge im Depot werden in der Ansparphase nicht besteuert.

Beispiel: 150 € im Monat mit 34

Du bist 34, verdienst 52.000 € brutto im Jahr, hast keine Kinder und zahlst 150 € im Monat ein, also die vollen 1.800 € im Jahr. Dafür gibt es 540 € Grundzulage. Die Günstigerprüfung bei 40.100 € zu versteuerndem Einkommen bringt 732 € Steuerersparnis, also 192 € mehr als die Zulage. Zusammen legt der Staat 732 € im Jahr drauf, 41 % deines eigenen Geldes.

Bei 7 % Rendite nach Kosten liegen mit 67 rund 285.089 € im Depot: 59.400 € eigenes Geld, 17.820 € Zulagen und 207.869 € Wertzuwachs. Die Erstattungen von zusammen 6.336 € sind da noch nicht drin, die hast du schon unterwegs bekommen.

Ein normaler ETF-Sparplan mit demselben eigenen Geld und 0,3 % mehr Rendite, weil ein Broker-ETF meist günstiger ist, kommt auf 235.056 € vor Steuern. Das Altersvorsorgedepot liegt also 50.033 € vorn. Nach Steuern schrumpft der Abstand: Die Auszahlungen aus dem Depot werden voll versteuert, beim ETF nur der Gewinn mit Abgeltungsteuer und Teilfreistellung. Bei 20 % Steuer auf die Auszahlungen bleiben 228.071 €, beim ETF-Sparplan 208.179 €.

Für wen lohnt sich das Altersvorsorgedepot am meisten?

Die Förderung ist so gebaut, dass kleine Beiträge prozentual am meisten bekommen. Mit nur 10 € im Monat gibt es 60 € im Jahr, die Hälfte deines Beitrags. Richtig stark wird es mit Kindern: Mit 30 € im Monat und zwei Kindern bekommst du 780 € im Jahr auf 360 € eigenes Geld. Bis 67 wächst das bei 7 % auf 116.542 €, ein ETF-Sparplan mit demselben Geld auf 47.011 €.

Wer gut verdient, profitiert vor allem über die Günstigerprüfung: Je höher dein Grenzsteuersatz, desto mehr kommt zur Zulage dazu. Bei kleinen Einkommen gibt es nur die Zulage, aber die ist im Verhältnis zum Beitrag hoch. Und weil die Auszahlungen im Alter versteuert werden, rechnet sich das Depot besonders, wenn dein Steuersatz im Ruhestand niedriger ist als heute.

Dagegen spricht: Das Geld ist fürs Alter gebunden. Die Auszahlung beginnt frühestens mit 65 und spätestens mit 70, als Auszahlplan bis mindestens 85 oder als lebenslange Rente; bis zu 30 % kannst du dir zu Beginn auf einmal auszahlen lassen. Brauchst du Flexibilität, gehört ein Teil deines Sparens in ein normales Depot.

Gefördert wird nicht jeder. Zulagen bekommen wie bisher vor allem Pflichtversicherte in der gesetzlichen Rentenversicherung und Beamte. Neu dazu kommen Selbstständige, die eine Steuererklärung abgeben, und Mitglieder berufsständischer Versorgungswerke, jeweils solange sie jünger als 67 sind. Ist dein Ehepartner nicht selbst berechtigt, kann er mit mindestens 120 € eigenem Beitrag mittelbar Zulagen bekommen. Zulagen und Abzug gelten je Person, und gefördert werden höchstens zwei neue Verträge.

Und mein alter Riester-Vertrag?

Verträge von vor 2027 laufen nach den alten Regeln weiter (175 € Grundzulage, 4 % Mindesteigenbeitrag). Du kannst sie aber unwiderruflich in die neue Förderung wechseln lassen, und wer ab 2027 einen neuen Vertrag abschließt, ist automatisch für alle Verträge in den neuen Regeln. Ein alter Riester-Vertrag lässt sich ohne Rückzahlung der Zulagen in ein Altersvorsorgedepot übertragen; Wechselkosten können anfallen. Was du mit deinem Vertrag konkret tun kannst, steht im Ratgeber zum Altersvorsorgedepot.

Was der Rechner nicht weiß

Er besteuert die Auszahlungen mit einem festen Satz auf das ganze Depot. In Wirklichkeit hängt die Steuer von deiner gesetzlichen Rente und deinem übrigen Einkommen im Alter ab; wie groß deine Lücke ist, zeigt der Rentenlücke-Rechner. Er rechnet mit einer festen Rendite, obwohl das Standarddepot vor der Auszahlung in sichere Fonds umschichtet. Paare, Zusammenveranlagung, Kirchensteuer und die Steuertarife nach 2026 kennt er nicht. Für Kinder gibt es außerdem die Frühstart-Rente, deren Depot ab 18 als Altersvorsorgedepot weiterlaufen kann. Zenarios rechnet das Depot zusammen mit Gehalt, Rente, Steuern und deinen übrigen Plänen durch, Jahr für Jahr. Wie lange das Geld im Ruhestand reicht, prüft der Entnahmerechner.

Häufige Fragen

Wie hoch ist die Zulage im Altersvorsorgedepot?

Die Grundzulage beträgt 50 % deiner Beiträge bis 360 € im Jahr und 25 % auf den Teil zwischen 360 € und 1.800 €. Bei 1.800 € Eigenbeitrag (150 € im Monat) sind das 540 € im Jahr, bei 360 € (30 € im Monat) 180 €. Dazu kommen bis zu 300 € je Kind mit Kindergeld und einmalig 200 €, wenn du zu Beginn des Jahres jünger als 25 bist. Zulagen gibt es nur ab 120 € Eigenbeitrag im Jahr.

Ab wann gibt es das Altersvorsorgedepot?

Das Altersvorsorgereformgesetz ist im Bundesgesetzblatt verkündet (BGBl. 2026 I Nr. 156). Die neuen Förderregeln und Produkte gelten ab dem 1. Januar 2027; ab dann dürfen Anbieter zertifizierte Altersvorsorgedepots und das Standarddepot anbieten.

Was ist die Günstigerprüfung?

Das Finanzamt prüft, ob dir der Sonderausgabenabzug mehr bringt als die Zulage. Abziehbar sind deine Beiträge bis 1.800 € plus die Zulage. Spart der Abzug mehr Steuern, bekommst du die Differenz mit dem Steuerbescheid; die Zulage bleibt im Vertrag. Bei 52.000 € brutto (Einzelveranlagung, Regeln 2026) und 1.800 € Beitrag sind das im Rechner rund 192 € im Jahr zusätzlich zu 540 € Zulage.

Wie viel Kinderzulage bekomme ich?

Für jedes Kind, für das du Kindergeld bekommst, 100 % deines Beitrags, höchstens 300 € im Jahr. Mit 30 € im Monat und zwei Kindern bekommst du 180 € Grundzulage und 600 € Kinderzulage, zusammen 780 € auf 360 € eigenes Geld. Bei verheirateten Eltern geht die Kinderzulage an die Mutter, auf Antrag beider an den Vater.

Muss ich die Auszahlungen versteuern?

Ja. Was aus geförderten Beiträgen (bis 1.800 € im Jahr plus Zulagen) und ihren Erträgen stammt, wird bei der Auszahlung voll mit deinem persönlichen Steuersatz versteuert (§ 22 Nr. 5 EStG). Während der Ansparphase fällt keine Steuer an. Kranken- und Pflegebeiträge werden für Pflichtversicherte nicht fällig.

Quellen

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